Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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miſchte, denn wie mich dünkt, iſt bei der Liebe etwas widerſtrebendes durchaus nöthig, ſoll ſie ſich nicht als ein weichliches und wenig haltbares Gefühl erproben.

Man ſchwärmt von Uebereinſtimmung der Seelen.

Aber Frieden erſt nach dem Kampfe, Freund, ſonſt iſt ihm nicht zu trauen; ſo denke ich wenig⸗ ſtens, und wenn ich einmal lieben werde, müßte mein Liebesglück erſt aus Kämpfen hervorgehen, ſollte ich daran glauben. Doch vorerſt wollen wir nur die Kunſt lieben, mein Freund, und Rom zu erreichen ſuchen, wo unſer Atelier bald Auf⸗ merkfamkeit erregen ſoll.

Werden ſie mit der Madonna beginnen? fragte er leichthin, doch ſein Blick war forſchend.

Sie ſchwieg eine Weile, dann ſchüttelte ſie ihr Haupt und verſetzte:

Nein, Lorenzo! Sie allein können dieſe Madonna malen, jene Heilige, die wir beten ſahen. Wenn ich nur wüßte, ob Edgar ſie kennt; oft ſchon ſchwebte mir eine Frage deßhalb auf den Lippen, aber immer drängte ich ſie wie⸗ der zurück. Es kam mir, ſobald ich den Mund

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