Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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Ach, ich lebte in einem ſo göttlichen Wahne. Wie gräßlich war ſein Erkennen!

O, denken ſie daran nicht!

Sie allein, ſie allein glaubten noch an mich.

Sagen ſie Lorenzo, warum thaten ſie es? Warum verachteten ſie mich nicht auch?

Weil ich an ſie glauben mußte, weil aus ihrem Auge jener geiſtige Strahl leuchtet, der mit Allem verſöhnt. Es gehört dies mit zu den Dingen, deren Warum ein Räthſel bleibt und dennoch mit lebendiger Wahrheit uns erfüllt.

Ihr Glaube an mich war meine Rettung,

i Lorenzo!

Sie hätten auch ohne mich ſich ſelbſt wieder⸗ gefunden; ich aber nimmermehr mich wieder er⸗ hoben aus der Blaſirtheit meines Lebens. Meine Kräfte waren erſchöpft, als das Unglück mich traf, es bedurfte eines ſo friſchen Naturells wie das ihre, um mich zu einiger Thatkraft wieder anzu⸗ ſpornen.

So waren wir uns gegenſeitig eine Noth⸗ wendigkeit, lächelte Ella;und daraus iſt es auch leicht erklärlich, daß wir nur Freunde wurden und kein anderes Gefühl ſich in unſer Verhältniß ein⸗