—
217
„Es war Unrecht, ihnen Alles zu enthüllen, zu dem Schmerz, den er ihnen aufbürdete, mußte auch noch dieſe Sorge hinzutreten, denn was können ſie in dieſer Sache thun?“
„Nichts, ich weiß es wohl, ſehe hier nirgends die Möglichkeit einer Einmiſchung von meiner Seite, und doch ſchien der Sterbende darauf zu hoffen, wenn man verhindern ſollte, ſeine Tochter mit Edgar zu verbinden.“—
Ella ging unruhig umher, ſie ſchien ſehr be⸗ wegt; dann, plötzlich vor Lorenzo ſtille ſtehend, ſagte ſie:
„Man muß Edgar zu beſtimmen ſuchen, ſeine Rechte zu wahren. Er muß ſeine Braut ſehen, ehe er entſagen darf. Er wird kommen, über⸗ laſſen ſie mir das, Lorenzo.“
„Sie wollen das, Ella, ſie?“
„Um des Geſtorbenen willen, deſſen Sorge und Angſt um das niegeſehene Kind mich ei⸗ nigermaßen wieder mit ihm verſöhnte.— O, dieſe Geſtändniſſe, Lorenzo— wer ſie vergeſſen könnte!“
„Sie wollten es doch, und bleiben hier?“
„Nur noch bis ich Edgar geſprochen, bis ich


