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Lorenzo empfand, wie wenig willkommen er war, und verabſchiedete ſich. Edgar wollte am Abend nachkommen, ihnen Lebewohl zu ſagen.— „Was aber halten ſie von der ganzen Sache?“ fragte Ella ihren Freund. Er meinte, daß über dieſem Hauſe und ſeiner ſchwermüthigen Herrin noch ein anderes Leid
ſchwebe, als der Kummer um den ungetreuen
Gemahl, und des Vaters Angſt um ſein Kind nicht unbegründet geweſen ſein möge.—
„Und glauben ſie, daß man Edgars Braut ihm vorenthalten will?“
„Faſt ſcheint es ſo; und da ihm ſelbſt dieſe Verbindung läſtig iſt, kommt es vielleicht zu einer befriedigenden Löſung.“
„Wie, Lorenzo— und wenn dieſes Kind un⸗
glücklich wäre? Wenn die krankhafte Gemüths⸗
ſtimmung ſeiner Mutter ihm ein viel ſchwereres
Geſchick beſchieden hätte, als dem unbekannten
Manne ſich zu verloben?— Solche Ahnungen
erfüllten den Grafen vor ſeinem Tode, beunruhig⸗ ten ſeine letzten Stunden und waren es haupt⸗ ſächlich, die mich zur Vertrauten ſeines ganzen Lebens machten.“


