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wenn geſchehen was ſie fürchten, wäre es nur die Schuld des Grafen.“
„Er verließ mich, weil mein düſteres Naturell ſein heiteres zurückſtieß; weil ich ihn zur Bekeh⸗ rung mahnte— weil ich ſeine Seele retten wollte,“ ſprach die Gräfin düſter vor ſich nieder.
„Sie thaten nur, was ihre Pflicht erheiſchte.“
„Ja, und verfiel darob in Wahnſinn,“ ſtieß ſie ſchauernd aus.„Ich haßte. und liebte meine Kinder gleich ſtark— weil ſie auch die ſeinen waren,— wiſſen ſie es denn nicht mehr?“ fuhr ſie mit verſtörten Blicken fort,„damals, als der Böſe meine Sehnſucht nach ihm ſchürte und ich, wie er alle meine Briefe unbeantwortet ließ— den Knaben, ſein Ebenbild, mit der Wuth des Haſſes und der Liebe an mich drückte— uh— das ſchlafende Kind, über deſſen Wiege ich mich warf, bis es nicht mehr athmete— kalt— o, ſo kalt wurde— und wie ich dann aufſchrie— und es wieder erwärmen wollte— da, da— ſagten ſie, es ſei an einem Schlage geſtorben, und der Schmerz habe mich wahnſinnig gemacht.“—
„So war es auch, Gräfin. Faſſen ſie ſich. Der
Allgütige hat ihren Geiſt ja wieder gelichtet.“


