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Diener im Hauſe, gewiſſermaßen der Hausmeiſter
darin, kam jedoch nur höchſt ſelten in perſön⸗ liche Berührung mit der Gräfin, deren vertraute Dienerin alles Geſchäftliche mit ihm beſorgte. Es konnten Jahre hingehen, ohne daß er ein Wort mit der ſchwermüthigen Herrin wechſelte: auch ſuchte er dies faſt abſichtlich zu vermeiden und lebte ſonſt ſo ſtille dahin, wie Alle im Hauſe. Nun aber wurde er plötzlich belebter und war äußerſt zuvorkommend gegen den Gaſt, der die Dienſtfertigkeit des alten Mannes freundlich auf⸗ nahm und ſich ihn, wie auch ſchon früher geſchehen, zu ſeiner ſpeziellen Bedienung erbat.
Die Gräfin, aus dem gewohnten, trüben Gang ihres Lebens aufgeſtört, verfiel mitunter in eine ängſtliche Erregung, und es war dann, als ſcheuche ein böſer Geiſt ſie umher. Sie ging dann unruhig Treppe auf und ab, bald in den Garten, bald in die oberſten Räume des Hauſes.
„Es iſt das Gewiſſen, das, aufgeſchreckt, keine Raſt mehr findet,“ ſagte ſie zu ihrem Gaſt, der ſie bat ruhiger zu werden.
„Ihre Schuld iſt längſt geſühnt, wenn wirk⸗ lich eine vorhanden war,“ ſprach er zu ihr,„denn


