Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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lichte Geſtalt deutlicher hervortrat, durch den wohlthuenden Eindruck, den ſie auf ihr verküm⸗ mertes und gereiztes Gemüth gemacht hatte, das der Sonnenſchein heiliger Liebe nie erwärmt, und das abgeſperrt, in ſich ſelbſt zurückgedrängt, wenig erfreuliche Blüthen getrieben. Den Drang nach Mittheilung rief zuerſt Manuela's liebes Weſen leb⸗ hafter in ihr hervor; ſie hatte ihn früher nie ſo em⸗ pfunden, und ſie wäre der erſten Eingebung freudig gefolgt. Doch eine Nacht mit ihrem Schlaf trat dazwiſchen. Das Glöcklein zur frühen Morgen⸗ andacht rief Wilhelmine erſt wieder wach. Beate trieb zur Eile. Die Ordnung des Tages begann mit ihrem ſtetigen Gange. Der Tagesſtrahl vergönnte ein genaueres Beſchauen der umgebenden Gegen⸗ ſtände. Wilhelminens Inneres wurde zerſtreut, während die ſtrenge Regel des Hauſes kein Ab⸗ weichen von der gewohnten äußern Ordnung zu⸗ ließ. Alles nach dem Schlage der Uhr: wie der Unterricht, ſo der Gang durch den Garten; das Sitzen bei Tiſche wie das Knien am Altar. Wilhelmine fühlte ſich dabei beklommener noch, als in ihrer entlegenen Stube im Elternhauſe, und nur Manuela's bittender Blick, ihr ſanftermah⸗