theilen, was ſeither ihr Leben getrübt und er⸗ heitert, all ihren kindlichen Gram und Groll, ihr Verweilen im Elternhauſe, ihre Einſamkeit in der Kinderſtube, und dennoch ihren Schmerz bei der Trennung von derſelben. Dann wollte ſie ihr auch von Franziska, der ungeliebten Schweſter, erzählen, und von dem fernen Stiefbruder, den ſie mehr liebte, obgleich ſie ihn nur ein paarmal geſehen; und daß die ſchöne Franziska der Lieb⸗ ling von Vater und Mutter ſei, und man um ſie oft tagelang ſelbſt die Mutter ſich nicht bekümmert, auch wenn ſie krank war nicht. Alle dieſe Laſten der jungen Bruſt drängte es ſie auszuſchütten in ein liebes Herz; doch auch von den Freuden ihres Lebens wollte ſie Manuela ſprechen: von den Spazier⸗ fahrten, die ſie zuweilen mit der Mutter machen durfte, von dem prächtigen Theater, indem ſie ein paarmal geweſen, den Mährchen, die ſie geleſen, und aus denen ihr ein Schluß für die Legende eingefallen war. Damit wollte ſie eigentlich be⸗ ginnen, gleichſam als vermittelnde Einleitung für die Eröffnung und das Verſtändniß des Nachfol⸗ genden. Aber ſiehe, Alles verſchwamm in verwor⸗ renen Traumbildern, in denen nur Manuela's
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