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kleine Weſen,“ ſprach ſie vor ſich hin, als ſie allein war.„Wie ſonderbar, wie unheimlich, wie inhaltſchwer iſt dieſes Auge.— Es weckt, es mahnt— o weg damit— ich hätte nimmer ſie, noch ihr Kind in dieſes heilige Haus einlaſſen ſollen.“—
Sie ſah ſich nach dieſen halblaut gemurmelten Worten ſcheu um, als hätte Jemand ſie belauſchen und damit die innerſten Gedanken ihrer Seele er⸗ gründen können.— Dann ergriff ſie das Kreuz, das ihre Bruſt ſchmückte, küßte es inbrünſtig, beugte ſich tief vor dem Crucifir auf dem Bet⸗ pulte, worauf ſie langſam von dannen ſchritt, ihrer Zelle zu.
Wilhelmine an Manuela's Hand war indeſſen in der Stube angekommen, wo die Penſionärinnen an einem großen Tiſche ſaßen, mit Handarbeiten beſchäftigt; in ihrer Mitte befand ſich Frau The⸗ reſe, das aufgeſchlagene Buch vor ihr liegend. Noch hatte ſie mit der Vorleſung nicht begonnen, es fehlte ihr noch Manuela, die ſie ungern dabei vermißte, denn ſie war ſtets die aufmerkſamſte von Allen.— Doch heute ſetzte ſich Manuela nicht an ihre Seite, ſie zog ſich mit Wilhelmine


