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denkt.“ Dann griff ſie nach einer Schelle, auf deren Ruf die dienende Schweſter von vorhin eintrat.
„Bringe Manuela hieher,“ befahl die Priorin. Wilhelmine ſetzte ſich wieder auf den Schemel nieder und ſtützte den Kopf in die Hand. Die Priorin ging im Zimmer auf und ab, langſam und ſchweigend.—
Nach kurzer Friſt kehrte Schweſter Beate mit einem Mädchen von Wilhelminens Alter zurück.
Die Priorin nahm ſie bei der Hand und ſprach in ungemein ſanftem Tone zu ihr, indem ſie auf Wilhelmine zeigte:
„Das, Manuela, iſt die neue Penſionärin, die wir erwartet; befreunde dich mit ihr, ſpiele und
lerne mit ihr, und bete auch mit ihr. Sie ſoll in
die Zelle kommen, wo du und Beate ſchläfſt, nicht in den Saal zu den Andern.“
Manuela betrachtete theilnehmend den ihr ſo ſpeziell zugewieſenen Ankömmling, dann trat ſie zu Wilhelmine hin, reichte ihr die Hand und ſagte:
„Wir wollen uns lieb haben.“
Dieſe faßte eifrig das zarte, weiße Händchen des freundlichen Kindes und ſprang haſtig vo


