Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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als ſie es wünſchte und ihre Stellung es er⸗ forderte.

Wilhelmine blätterte in dem Buche; zum Leſen hatte ſie keine Stimmung, auch die illuminirten Bilder feſſelten ſie nicht.

Es war ihr noch ſo unruhig zu Sinn, noch ſo unbehaglich in dem weiten, ſtillen Gemach, allein mit der klöſterlichen Geſtalt. Sie fürchtete ſich faſt vor ihr, ſie hatte ſo etwas fremdartiges, etwas geſpenſtiſches, wie erſtanden aus längſt vergangenen Zeiten, wo die Ritter noch ihre wunderbaren Abenteuer beſtanden, und die Welt voller Burgen und Klöſter war.

Sie ſchloß die Augen, um nichts mehr zu ſehen, und ihre Bangigkeit, ihre Furcht ging nach und nach in verworrene, dann ſchöne Traum⸗ bilder über. So entſchlummerte ſie zu den Füßen der Nonne, die es nicht bemerkte, bis der ermü⸗ dete Körper der Kleinen zur Seite ſank und, keine Stütze findend, hart zu Boden fiel.

Wilhelmine fuhr erſchrocken empor und rief:

Die Schlange, die Schlange! Fort, fort! Tamino, ſie tödtet uns!

Sie hatte von der Zauberflöte geträumt, in