Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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Die Priorin erhob ſich bei den letzten, ſcharf betonten Worten raſch von ihrem Sitze, und ihren Arm wie abwehrend gegen Leonore ausſtreckend, ſagte ſie: Es iſt genug, laß uns zu Ende kommen. Dann nahm ſie einige gedruckte Blätter vom Tiſche und reichte ſie Leonoren mit den Worten:

Lies, es iſt das Programm unſeres Penſio⸗

nats, du mußt dich genau damit bekannt machen, denn da Wilhelmine ein ſo ſeltſames Kind iſt, wie du ſagſt, könnten Fälle einkreten, wo ihr Hierſein unmöglich würde.

Levnore nahm das Dargereichte zur Hand und

las darin, die Priorin griff indeſſen zu einem

Buche.

Das Kind ſtand noch immer in der Fenſter⸗ niſche, unbeobachtet von den Beiden; es ſelbſt ſchien übrigens auch weder ein Augenmerk noch ein Ohr für ſie zu haben; was jedoch ſeine Ge⸗ danken beſchäftigen mochte, war ſchwer zu enträth⸗ ſeln, ſo wechſelnd auch der Ausdruck ſeiner Züge war. Man konnte nur annehmgen, daß die kind⸗ liche Phantaſie, aus den unbeſtimften Gegenſtän⸗ den in der Dunkelheit draußen, ſich wunderlich