Teil eines Werkes 
1. Band (1862)
Entstehung
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Dieſe Bewillkommnung ſchien die Frau zu überraſchen; faſt beſtürzt ſah ſie einen Augenblick auf die Nonne, dann aber, raſch auf ſie zugehend und beide Hände ihr entgegen! ſtreckend, ſagte ſie vorwurfsvoll:

Eliſabeth, ſo kannſt du mich empfangen!

Die Nonne faltete die Hände über dem Kreuz auf ihrer Bruſt und erwiderte mit gehobener Stimme:

Zwiſchen dem Jetzt und Damals eine geraume Zeit, vergiß das nicht, Leonore.

Nicht mehr als zehn Jahre, fiel dieſe etwas aufgeregt ein.So lange iſt es her, daß ich

Schweige! unterbrach ſie gebietend die Nonne

Vergiß den Schwut nicht, den du mir 5 als wir uns für immer trennten. Du haſt ſe dem an den üppigen Freuden der Erde dich er⸗ götzt, ich habe mein Herz dem Himmel zugewendet und will nicht mehr an das erinnert ſein, was ich durch Buße und frommen Wandel geſühnt. Willſt nichts, gar nichts mehr von ihr und ihm hören?

Nichts nichts. Und die Nonne ſenkte einen Augenblick ihr Haupt, dann, es wieder er⸗ hebend, ſprach ſie würdevoll: