— 289— ihren Tiſchen zu ihm hinuͤber. Endlich trat ei⸗ ner an den Tiſch des Spielers, ihm zuzuſehen, dann wieder einer, und bald hatte ſich ein gan⸗ zer Kreis von Zuſchauern gebildet.
Verſucht es doch einmal mit mir zu ſpielen! rief jetzt der Fremde. Gegen jeden Groſchen, den ihr ſetzt, ſetze ich zehn, daß ich immer die hoͤchſte Karte unten habe!
Die Zuſchauer ſahen einander an, lachten unſicher und man ſah es ihnen an, daß ſie ihre Groſchen eben ſo ſehr liebten, als ſie den Fremd⸗ ling fuͤrchteten. Niemand wollte anbeißen.
Er wiederholte ſeine Aufforderung und hob das Zehn gegen Eins ſo hervor, daß Einer und der Andere Luſt bekam zum Spielen; mar griff in die Taſchen, beſann ſich indeſſen doch, und ließ im gerechten Mißtrauen den Beutel ſtecken.
Von neuem machte jetzt der Kuͤnſtler meh⸗ rere Haufen und rief: Setzt; heran da! Zehne gegen Eins! Setzt; ich werde auf einen Augen⸗ blick hinausgehen; laßt mir aber die Karten ſo liegen, und ſeht nicht, was unten iſt, aher ſetzt etwas, ſetzt!
Somit ging er hinaus. Dieſer Reiz war
zu ſtart fuͤr die Landleute. Hier war offenbar
nur zu gewinnen. Sie konnten hinunterſchauen


