„
— 290—
und ſich die beſten Haufen waͤhlen, die niedrig⸗ ſte Karte dem Fremden liegen laſſen. Flugs beſah man die Haufen, beſetzte die hoͤchſten Kar⸗ ten mit zwei, vier und acht Groſchen, und ließ 4 1 das niedrigſte Blatt fuͤr ihn frei. Er trat jetzt wieder ein, ſah das Geld bei den Haufen ſtehen, ſetzte verſprochener Maßen immer zehn gegen je einen Groſchen, kehrte jetzt das Haͤuflein um, das man ihm hatte lie⸗ gen laſſen, und zeigte— ein As, das hochſte in der Karte.
Mit einem Fingerſchlage hatte er bei dem 3 Aufheben die untere Karte verwechſelt. Starr und ſteif ſtanden die Bauern bei dem Anblicke des As und kratzten mit echt Hogart⸗ ſchen Geſichtern hinter den Ohren, als der Ta⸗ ſchenſpieler nun ihre Groſchen einſtrich. Selbſt dem, der nur einen Groſchen geſetzt, ſtanden le⸗ ſerlich die Worte auf dem Antlitze geſchrieben: „Dir folgen meine Thraͤnen!“ die das bekannte
Volkslied ſpricht.
1
Gedruckt bei Johann Friedrich Starcke.


