Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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der Beamten und verſprach, noch an demſelben Tage einen für Emilie Baude ſehr günſtigen Vertrag mit ihr abzuſchließen und, falls ſie Talent für die Kunſt zeige, ihr alle nur möglichen Vortheile angedeihen zu laſſen.

Natürlich brachte der Baumeiſter bei dieſer Gelegen⸗ heit einige nicht unbedeutende Opfer, aber als er nun ſeine Wohnung aufſuchte, da erfüllte ihn ein ſchöner, erhebender Gedanke: er war der Wohlthäter einer un⸗ glücklichen Frau und eines Mädchens geworden, das in ſeiner Achtung ſehr hoch ſtand und die verkörperte Geſtalt eines Engels beſaß.

Der Theaterdirector erfüllte ſein Verſprechen; noch an demſelben Tage ſuchte er Emilie Baude auf, führte mit ihr ein längeres Geſpräch und überzeugte ſich, daß ihre Bildung zu der Annahme berechtige, ſie werde den an ſie zu ſtellenden Anforderungen vollſtändig genügen können. Ihre Erſcheinung mußte bezaubern, und wenn ihr Talent für die Bühne einigermaßen mit dieſer im Einklang ſtand, ſo durfte er ſich Glück zu der Ver⸗ mehrung ſeines Perſonals wünſchen.

Die Anerbietungen, welche der Director Emilie machte, überraſchten ſowohl dieſe wie ihre Mutter; der Gedanke tauchte wohl in ihnen auf, daß der Bau⸗ meiſter mehr gethan habe, als nur einige Worte für