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und Tochter zu gleicher Zeit, als ſie ſich allein befan⸗ den.„Er muß ein edler Menſch ſein.“
Arthur hatte in der That den Arzt angenommen. Er wußte aus Erfahrung, was Sorgen um das täg⸗ liche Brod zu bedeuten hatten; war doch auch er einſt in der Lage geweſen, ſich mit Aufbietung aller Kräfte den nöthigſten Unterhalt zu erwerben. Sein Herz war von inniger Liebe zur Menſchheit erfüllt, das Weh, das in ſeiner Bruſt wohnte, machte ihn nur noch empfäng⸗ licher für das Mitempfinden fremder Leiden, deshalb war es jetzt ſein eifriges Beſtreben, zwei unverdient unglückliche Menſchen aus ihrer Noth zu reißen.
In aller Stille begab ſich der Baumeiſter zu einem hochgeſtellten Bekannten und theilte dieſem unter dem Siegel der Verſchwiegenheit die Lage der Frau Baude und ihrer Tochter mit, ihn bittend, ſich ſogleich bei dem Director des Theaters für die Auf⸗ nahme der letztern unter Schauſpielerperſonal zu verwenden.
Nach einigem Hin⸗ und Herreden machten ſich die beiden Männer zu dem Director auf den Weg. Arthur war dem letztern bekannt, da er ſtets ein eifriger Be⸗ ſucher des Theaters geweſen. Die Verwendung erzeugte eine andere Beurtheilung der jungen Dame bei dem Director, er fühlte ſich geſchmeichelt durch den Beſuch


