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„Ich muß einmal nachſehen, wie es mit Ihnen ſteht, Frau Baude“, ſprach der Arzt, ein noch junger, freundlicher Mann.„Eben hörte ich hier in der Nach⸗ barſchaft, daß Sie leidend ſeien.“
Frau Baude erröthete und fragte:„Hat Sie Niemand aufgefordert, Herr Doctor, hierher zu ge⸗ hen?“
„Nein. Haben Sie denn nicht nach mir geſchickt?“ rief der Arzt, verwundert ſcheinend.
„Das nicht, aber ich glaubte, daß ein Menſchen⸗ freund Sie veranlaßt habe, zu mir zu kommen.“
„Es wurde bei einem meiner Patienten von Ihnen geſprochen, ich weiß nicht gleich, bei welchem, und dar⸗ auf bin ich gekommen.“
Der Doctor unterſuchte die Leidende und ſprach dann weiter:„Ihnen fehlt namentlich eine ordentliche Pflege. Schicken Sie in einer halben Stunde nach der Hofapotheke und laſſen Sie dort die Medicin holen, die ich verſchreiben werde. Fürchten Sie keine große Rech⸗ nung; ich weiß, Sie ſind eine brave Frau, die gern zahlt, wenn ſie dazu im Stande iſt, hiernach werde ich meine Hülfeleiſtung einzurichten wiſſen.“
Und der Arzt entfernte ſich mit dem Verſprechen, bald wiederzukommen.
„Das hat der Baumeiſter veranlaßt!“ riefen Mutter


