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ſie verloren; aber ſie konnten ſeine Menſchenfreundlich⸗ keit nur ſchweigend hinnehmen.
Emilie erhielt einen Vorſchuß auf die ihr zu ge⸗ währende Gage ausgezahlt, der für ihre vorläufigen Bedürfniſſe ausreichte; ſie ſollte ſchon in den nächſten Tagen debütiren und mußte daher nun eifrig an das Einſtudiren der ihr zugetheilten Rolle gehen.
Es war keine Hauptrolle, die Emilie übernahm, aber ſie verlangte dennoch eine bedeutende Aufmerkſam⸗ keit und erſchien namentlich als eine ſehr dankbare. Bei einigermaßen gutem Vortrage mußte Emilie das Wohlwollen des Publikums erringen, und dies war der Wunſch des Directors, denn Arthur und der Begleiter deſſelben hatten das ungetheilte Intereſſe des alten Künſtlers für ihren Schützling zu erwecken gewußt.
Die Freude über das Glück ihrer Tochter mochte ſehr wohlthuend auf die Frau Baude wirken, denn ſie erhielt nach langen und ſchweren Prüfungen einen hei⸗ tern Sonnenblick der Freude, indem ſie ſich die Zu⸗ kunft Emiliens als eine geſicherte und vielleicht gar glänzende ausmalte. Jedenfalls aber thaten auch die wiederholten Beſuche des freundlichen Arztes und die nunmehr begonnene beſſere Lebensweiſe das Ihre, die Kranke ſchnell ihrer Geneſung entgegenzuführen. Sie konnte bald wieder ſelber thätig ſein, dem jungen Mäd⸗


