Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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ſelber nicht, wie er es habe wagen können, als Protector ihr gegenüber zu treten.

Die Kranke begann ihre Erzählung:Mein Mann war bis vor einem Jahre Steuereinnehmer in der Kreisſtadt Z. und hatte als ſolcher ein Einkommen,

von dem wir recht anſtändig lebten. Ein Sohn, der

bereits die Univerſität bezogen hatte, und dieſe Toch⸗ ter machten das Glück unſeres Familienlebens vollſtän⸗ dig. Wir wandten Alles an die Ausbildung der Kinder und ernteten dafür die Ueberzeugung, dieſe dereinſt wohlverſorgt und in den beſten Verhältniſſen zu ſehen. Da mit einem Male wurde ich gewahr, daß mein Gatte oft erſt ſpät in der Nacht von ſeinen gewöhn⸗ lichen Beſuchen einer Abendgeſellſchaft heimkehrte. Er erſchien mir zerſtreut und von einer geheimen Unruhe geplagt. Ich machte ihm Vorſtellungen, konnte aber die Urſache ſeiner ſteten Aufregung nicht ergründen. Eines Morgens fand ich ihn in ſeinem Arbeitszimmer als Leiche, er hatte ſich ſelber das Leben genommen und hinterließ einen Kaſſendefect von einigen tauſend Tha⸗ lern, die er in kurzer Zeit im Spiel an einen Frem⸗ den verloren. Noch heute iſt es mir unbegreiflich, wie der ſtets ſo redlich geſinnte Mann ſich der Leidenſchaft des Spiels in die Arme werfen konnte, und ſicherlich hätte ich ihn gerettet, wenn ich nur eine Ahnung

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