Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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als Schauſpielerin doch immer eine ungleich vortheil⸗ haftere als die gegenwärtige.

Wir haben daran ſchon gedacht. Emilie fühlte mehr Beruf für die Bühne als für ihre jetzige Be⸗ ſchäftigung; aber der Theaterdirector wies ſie zurück, er hat keinen Mangel an Schauſpielerinnen, antwor⸗ tete die Mutter.

Und ich gebe Ihnen mein Wort, daß er ſich ſofort bereit finden wird, Fräulein Emilie noch heute zu engagiren, wenn ich und einige meiner höher geſtellten Bekannten uns für ſie verwenden. Erlauben Sie, daß ich dies thue? ſprach Arthur.

In Emiliens Antlitz ſpiegelte ſich jetzt ein Schein des reinſten Glücks ab, ſie lächelte dem Baumeiſter ſo freundlich zu, daß dieſer nicht daran zweifeln konnte, ſie ſehne nichts mehr herbei als ein Engagement für die Bühne. Obgleich ihn dieſe Einſicht nicht ſonderlich erfreute, da er viel lieber geſehen, wenn das ſchöne Mädchen Wohlbehagen an einem ſtillen, häuslichen Be⸗ ruf geäußert hätte, ſo ſagte er ſich doch, daß ſie als Schauſpielerin immer beſſer daran, mehr vor dem Ver⸗ ſinken in ein laſterhaftes Leben geſichert ſei wie eine Harfeniſtin, und die Verbeſſerung ihrer Lage wollte er ja nur herbeiführen.

Mir kommt Ihre Theilnahme für mein Kind ſo