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„Ich wechſelte einige Worte mit ihr im Gaſthofe, und als ſich die Geſellſchaft entfernte, folgte ich unge⸗ ſehen von weitem, um mich zu überzeugen, wo die
junge Dame bleibe. Hierbei gewahrte ich, daß Ihre
Tochter auf dem Wege die übrigen Menſchen floh, und dies beſtärkte mich noch mehr in meinem Vorſatze, ſie aus der Nähe vou Leuten zu bringen, deren morali⸗ ſcher Werth ſehr zweifelhaft iſt.“
„Mein Herr, ich glaube, daß man in jeder Stellung ſeine Ehre wahren kann“ antwortete die kranke Frau mit einiger Bitterkeit.
„Das bezweifle ich nicht, aber gewöhnlich wird nach dem Schein geurtheilt, und glauben Sie mir, die andern Harfenmädchen beſitzen nicht den beſten Ruf“, ſprach
Arthur mit Wärme.
„O mein Gott, es iſt wahr!“ ſtöhnte die Leidende. „Aber glauben Sie mir, die äußerſte Noth hat uns dazu getrieben, einen Schritt zu unternehmen, der uns in andern Verhältniſſen fern geblieben wäre“ ſetzte ſie traurig hinzu.
„Ich bin von Ihrer Ehrenhaftigkeit überzeugt, ver⸗ ehrte Frau. Das Benehmen Ihrer Tochter hat mir voll⸗ kommen geſagt, welche Ueberwindung es ſie koſtete, die geſtern geſpielte Rolle zu übernehmen, und eben des⸗ halb bin ich hier, um Ihnen hülfreich an die Hand
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