Je länger das Concert währte, deſto größer wurde die Fröhlichkeit und muntere Stimmung der Zuhörer, aber deſto öfter wurden die jungen Mädchen auch einer Zudringlichkeit ausgeſetzt, die nur die jüngſte anſchei⸗ nend ſtets mit Entrüſtung zurückwies.
Arthur blieb beſtändig in ihrer Nähe und ließ ſie keinen Augenblick unbeobachtet; er war weit entfernt, Liebe für ſie zu empfinden, aber ihre große Schönheit feſſelte ihn und die ſchiefe Stellung, in der ſie ſich be⸗ fand, erregte ſein Intereſſe; er hatte ſich in den Kopf geſetzt, ihr Retter zu werden, falls ſich ſeine Annahme bewähre, daß ſie eines Beſchützers bedürfe.
Es war gegen Mitternacht, als endlich die Künſtler⸗ geſellſchaft das Trinklokal verließ, um den Heimweg anzutreten.
Unbeachtet entfernte ſich jetzt auch Arthur und folgte den Mädchen in einiger Entfernung.
Doch kurz vor ihm hatten noch andere Herren das Gaſthaus verlaſſen, die Harfeniſtinnen erhielten mehrere Begleiter, die ſich vertraulich in ihre Nähe drängten.
Arthur war neugierig, wie ſich ſein Schützling den Herren gegenüber verhalten werde; er ſchritt an dem Trupp vorüber, doch ſo, daß er im Schatten der Häuſer blieb und nicht erkannt werden konnte, während er jeden Einzelnen ins Auge faßte.


