Grund meiner Iſolirung; aber ſei verſichert, entweder werde ich bald wieder meinen frühern Frohſinn ge⸗ wonnen haben, oder eine Stellung aufgeben, in der ich mich jetzt nicht wohl und behaglich fühlen kann.“ dDas Geſpräch der Offiziere mußte hier abgebrochen werden, da ſie bei der verſammelten Compagnie ange⸗ langt waren.
Wenige Minuten ſpäter traf auch der Hauptmann der Compagnie ein, und das Exercitium begann.
Soren hatte an dieſen Tage keinen Sinn für die Waffenübungen. Das Marſchiren nach dem Commando des Vorgeſetzten erſchien ihm als eine unerträgliche Laſt; ſeine Gedanken weilten bei den eigenen Angele⸗ genheiten, er hörte weder auf die Stimme des Haupt⸗ manns, noch führte er deſſen Befehle aus.
„Herr Lieutenant Soren, Sie ſcheinen zu ſchlafen!“ ertönte mit einem Mal die zornige Stimme des Vor⸗ geſetzten.
Der Angerufene fuhr leicht zuſammen, ſein Geſicht bedeckte ſich mit leichter Röthe; aber er mußte ſchwei⸗ gen, denn die Subordination erlaubte keine Gegenrede.
Mehrmals während des Vormittags erfuhr der
junge Offizier derartige Zurechtweiſungen, die er ge⸗ duldig hinnehmen mußte; und als nach beendeten
Uebungen die Offiziere vor die Front gerufen wurden,


