Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
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Und bedarfſt Du wirklich keines aufrichtigen Freun⸗ des, Soren, der Dir freundlich zur Seite ſteht?

Wie meinſt Du das, Sauer? fragte Arthur.

Nimm mir meine Offenheit nicht übel, ich glaube, daß Du Dich in irgend einer Weiſe verirrt haſt.

Wirklich? Doch wie kommſt Du zu dieſer Annahme?

Auf die einfachſte Weiſe. Du biſt des Abends immer außer dem Hauſe; auf Liebesabenteuer, wie wohl früher zuweilen, gehſt Du nicht aus, denn dann hätteſt Du Dich mir anvertraut; einer reellen Liebe oder überhaupt einem ſchönen Zweck können Deine heimlichen Gänge ebenfalls nicht gelten, Du hätteſt ſonſt durch dieſelben nicht ganz Deinen frühern Frohſinn verloren; und da Du nun bisher unter Deinen Kameraden als der beſte und munterſte Geſellſchafter geſchätzt wurdeſt, ſo iſt es natürlich, daß man annimmt, Du verbringeſt die freie Zeit in der Geſellſchaft von Menſchen, deren Bekannt⸗ ſchaft geheim zu halten Du Urſache habeſt, um ſo mehr, als Du jedesmal aufbrauſeſt, ſo oft eine Anſpielung darauf gemacht wird, und Du mit Dir ſelber vollſtändig im Streit zu liegen ſcheinſt.

Ihr befindet Euch alle im Irrthum; nur die Liebe zu einer ſchönen jungen Dame hat mich umgewandelt; dieſe Liebe iſt eine hoffnungsloſe, ja ein Unglück für mich und meine Angebetete. Nun weißt Du den