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„Du entziehſt Dich ſeit einiger Zeit faſt ganz der Geſellſchaft Deiner Aeltern, Adelheid, das iſt nicht recht von Dir“, ſprach die Mutter weiter, mehr im beſorgten als vorwurfsvollen Ton.
Adelheid erröthete leicht und entgegnete:„Ich fühle mich wohl in der Einſamkeit, wo ich ungeſtört meinen Gedanken nachhängen kann.“
„Und dieſe Gedanken irren wahrſcheinlich noch immer zu dem Lieutenant Soren; Du ſollteſt die Einſicht Deiner Aeltern mehr ehren und einen Mann zu vergeſſen ſuchen, der nun einmal Dir fern bleiben muß.“
„Soren mag ein herzensguter Menſch ſein, ich gebe das zu; aber er iſt auch ein leichtſinniger Burſche, der bis über die Ohren in Schulden ſteckt, allerlei kleine Abenteuer beſteht und auf dem beſten Wege iſt, ſeine ganze Carridre zu verderben; dann befindet er ſich in einem Alter, in dem er an Alles eher als an eine Frau denken ſollte, während Du jeden Augenblick die Hand eines geachteten Mannes annehmen könnteſt, der im Rang und Vermögen zu Deinen Verhältniſſen paßt.
Genug, Adelheid, ich ſage Dir zum letzen Mal, ent⸗
weder Du bezwingſt Deine thörichte Schwärmerei für den jungen Menſchen, oder ich ſehe mich genöthigt, dieſer Liebelei auf eine für Euch beide ſehr unangenehme Weiſe ein Ende zu machen“ ergänzte der Vater.


