Teil eines Werkes 
4. Band (1870)
Entstehung
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lingen ein mit Kränzen und Blumen ſo reich be⸗ hangener Sarg nach dem Friedhofe getragen, daß man von dem letztern ſelber auch nicht das Mindeſte ſehen konnte.. Eine unüberſehbare Menge von Jungfrauen folgte paarweiſe, voran die Leidtragenden und in deren Mitte der Paſtor Stade. Er war es auch, der die Grabrede hielt. Keiner der Unſtehenden gewahrte dabei eine Thräne in ſeinem Auge, aber ſeine Stimme zitterte mehrmals ſo heftig, daß er einige Sekunden lang ruhen mußte, und kalter Schweiß perlte von ſeiner Stirn. Und als er zum Schluß der Eingeſenkten drei Hände voll Erde nachwarf und dann das dumpfe Gerolle der auf den Sarg hinabfallenden Schollen anzeigte, daß nun die geſchiedene Jungfrau für immer den Augen der Lebenden entrückt ſei und in kalter Gruft, bedeckt von Erde, den langen Schlaf bis zur Auferſtehung be⸗ gonnen, da ſchien die Herrſchaft über ſich ſelber ihr Ende erreicht zu haben, er hielt ſich ein Tuch vor das Geſicht, und die krampfhaften Bewegungen ſeines Körpers zeigten den tiefen Seelenſchmerz an, dem er unterlag. Anna ruhte, bedeckt von Blumen und Kränzen, im Grabe, ihre ſämmtlichen Freundinnen weinten an dem ſchnell aufgeworfenen Hügel. Durch die Damen drängte ſich ein Greis in gebückter Haltung und ſchaute mit ſtarrem