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men und ſie könne dann noch ſelber von ihm Abſchied nehmen.
Doch der Weg von Berlin war zu weit, Julius Sacco konnte unter den bereits erwähnten Umſtänden nicht ſo ſchnell herbeieilen, und der Tod nahte unauf⸗ haltſam dem Lager der jugendlichen Braut.
Anna richtete ſich plötzlich empor, ihr Blick ſtarrte einen Moment ängſtlich vor ſich hin, dann wandte ſie ihn auf den Paſtor, der faſt nicht von ihrem Lager gewichen war, und ſprach leiſe, aber ſchnell:„Es geht nicht weiter, und er kommt noch immer nicht! Aber bald iſt er doch hier, dann halte Dein Verſprechen! Er trauert jetzt um mich. O ich möchte noch ſo gern, ſo unausſprechlich gern leben“, hauchte ſie weiter;„s iſt ſo ſchön auf der Erde.“ Ein ſchmerzliches Zucken des Körpers machte ſie verſtummen.
Nach kurzer Erholung ergriff ſie krampfhaft die Hand des Paſtors und rief:„Schicke zum Arzt, ich muß noch leben! O Rudolf, kannſt Du Guter mir nicht helfen? Luft, Luft, o ſchaffe mir Luft, ich er⸗ ſticke, und ich will doch noch nicht ſterben. Wo bleibt nur Julius?“
Bis ins innerſte Leben erſchüttert, warf ſich Stade auf die Kniee und begann mit Inbrunſt zu beten, leiſe und ſchmerzvoll; er vermochte ſonſt nichts zu


