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ligen Sacramente zu reichen. Unſchlüſſig, in welcher Weiſe er ſie darauf vorbereiten ſollte, nahte er ihr wieder und traf ſie ebenſo gefaßt, wie er ſie ver⸗ laſſen.
„Der Arzt gab ſich viele Mühe, mir unter allerlei Vorwänden bemerklich zu machen, daß es gut ſei, wenn ich mich auf den letzten ſchweren Gang vorbereite“, ſprach ſie lächelnd.„So meinte er, die Krankheit vieler Patienten nehme eine Wendung zur Beſſerung, ſobald ſie das heilige Abendmahl empfangen. Er iſt ein recht guter Menſch, aber zu täuſchen brauchte er mich eigent⸗ lich nicht, ich weiß am beſten, was mir bevorſteht.“
„Und doch, mein gutes Annchen, hat der Doctor nicht Unrecht. Wenn der Geiſt des Menſchen von jeder bangen Sorge befreit und vollſtändig gottergeben iſt, wie ſoll durch die Ruhe, die dadurch ihn beſeelt, nicht auch der Körper frei werden und, weit weniger bedrückt als bisher, mehr Anrecht auf Gewinnung neuer Lebenskräfte geben?“
„Du willſt mir doch nicht etwa auch einreden, ich könne geneſen?“
„Gottes Güte vermag Todte aufzuwecken, wie ſollte ſie nicht vermögen, unſere innigſten Gebete zu erhören?“
„Und Du glaubſt, ich würde wieder geſund werden? Antworte mir einmal recht aufrichtig.“


