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und doch iſt es ihm, als müſſe jeden Augenblick ein ſchreckliches Unglück über ihn hereinbrechen. Es ent⸗ ſchwindet eine kurze Zeit, und ſiehe, ſeine Ahnungen werden verwirklicht, ein Leid, wie es kaum zu ertragen iſt, hat ſich ſeiner bemächtigt.
Solche böſe Vorahnungen beſchlichen den Buſen Anna's.
Doch forſcht der Menſch ſo recht aufmerkſam den Beweggründen nach, die ihm ſolchen Zuſtand bereiten können, er wird ſicher in den meiſten Fällen finden, daß das Bangen ſeines Herzens kein unbegründetes iſt.
Anna hatte auf die Aufforderung der Mutter, am. Abend ja pünktlich heimzukehren, ſich zu entſchuldigen geſucht und vorgegeben, ſie werde abgehalten, den Willen der erſtern zu erfüllen. Dieſe war darauf an⸗ ſcheinend zufrieden geweſen; aber eben dieſe Fügſamkeit der ſonſt ſo ſtrengen Frau beunruhigte ſie; ſie fürchtete, es könne dahinter der Vorſatz verborgen liegen, ſie zu überraſchen. Mancherlei Ereigniſſe hatten die Mutter ſchon unzufrieden gemacht, und gerade dieſe Einſicht trug jedenfalls einen großen Theil der Schuld an Anna's zaghaftem Weſen.
Wäre es nicht der letzte Abend vor der Abreiſe des Grafen geweſen, ſo hätte ſie ihn wohl veranlaſſen kön⸗ nen, für diesmal ſie zu meiden; aber ſo— es blieb kein


