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auf die unter den Spaziergängern befindliche Mutter
derſelben aufmerkſam, welche die Luſt, den verhaßten
jungen Mann empfindlich zu kränken und die eigene
Tochter für ihren Ungehorſam zu ſtrafen, ſie dadurch
ihren Plänen auch gefügiger zu machen, hergetrieben
hatte. Jede neue Sekunde, die er wartend verbrachte,
vermehrte ſeine Ungewißheit darüber, ob Anna noch
in der Nähſtunde weile; aber er hoffte deſſenungeachtet
mit Sicherheit auf ein Zuſammentreffen, da ſie ihm
feſt verſprochen, ihn zu erwarten. Schon wollte er ſeinen Poſten verlaſſen und dem
Fußwege ſich zuwenden, auf dem ſie ſich ſonſt gefunden,*
als er endlich aus ſeiner Pein erlöſt wurde. Anna hatte einen Nachmittag voll freudigen Hoffens
und grauſigen Bangens verlebt. Sie wußte, daß der
geliebte Jüngling ſich durch nichts werde abhalten
laſſen, ſie am Abend nochmals zu ſehen und zu ſpre⸗
chen, und ihr Herz klopfte dem ſeligen Augenblicke ſehn⸗
ſüchtig entgegen, der ſie wieder in ſeine Nähe führen
ſollte. Aber dazwiſchen trat das Bild der Mutter und
ſtörte ſie aus ihren ſüßen Träumereien auf. Die Er⸗
mahnung, die ihr noch bei ihrem Fortgehen aus dem
Aelternhauſe zu Theil geworden war, hatte ſie aufs
neue erſchüttert, jetzt kämpfte die Pflicht einen ſchweren
Kampf mit der Liebe, und ſo oft die erſtere auch als


