Teil eines Werkes 
4. Band (1870)
Entstehung
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mündete, von wo aus man bald in die Nähe der Neu⸗ ſtadt gelangte.

Wenn Anna ſich bereit finden ließ, dieſen Weg zu wandeln, woran er nicht zweifelte, da er ja ſo innig zu bitten verſtand und der bevorſtehende Abſchied ſie nachgiebiger als ſonſt ſtimmen mußte, ſo kamen ſie mit dem Menſchenknäuel auf der Promenade gar nicht in Berührung und konnten für ein Stündchen die Selig⸗ keit des Alleinſeins ungeſtört genießen. Leider trat

eben erſt die Dämmerung ein, man war im Stande,

noch eine ziemliche Strecke deutlich vor ſich zu ſehen. Die Liebenden hatten die Zeit ihres Zuſammentreffens viel früher als ſonſt beſtimmt, und Sacco ahnte nicht, daß er ſchon, ſeit er aus dem Thor getreten, von zwei vor Zorn blitzenden Augen bewacht wurde, und daß dieſe Augen ihm auf Schritt und Tritt folgten, damit die Beſitzerin derſelben in dem Moment auf ihn ſtürzen und ihn von ſeinem Himmel zurücktreiben könne, wo dieſer ſich ihm zu erſchließen im Begriff ſtehe. Mehrmals ſchritt er voll Unruhe einen Theil der Straße entlang und dann parallel mit der Promenade vorwärts, prüfend nach allen Seiten um ſich ſchauend, denn er begann zu fürchten, daß Anna bereits vor ſeiner Ankunft die Nähſtunde verlaſſen habe. Aber nirgends gewahrte er ſie und ebenſo wenig wurde er