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gezogen, und auch dem bethörten Mädchen, das ihre Lehren ſo wenig beachtete, konnte ſie nicht verzeihen. „Ich werde mir Gewißheit holen und dann heute, wo ſie jedenfalls ihre fernern Maßnahmen verabreden wol⸗ len, wie ſie während ihrer Trennung miteinander ver⸗ kehren können, für immer einen unüberſteiglichen Damm zwiſchen ſie ſetzen“, dachte ſie. Damit beruhigte ſie ſich einſtweilen und wartete, bis die Schatten des Abends ſich auf die Erde herniederſenkten.
Julius Sacco verbrachte den Tag vor ſeinem Schei⸗ den von S. nicht müßig. Wie viele Beſuche hatte er in den Familien der vornehmen Geſellſchaft zu machen, in denen er bisher ſo häufig verkehrt; dann waren dienſtliche Anordnungen entgegenzunehmen und zu er⸗ theilen, mancherlei Privatangelegenheiten zu ordnen und dergleichen, ſodaß die Stunden viel zu ſchnell dahin⸗ ſchwanden. So ſehr er ſich auch nach der Geliebten ſehnte und den Augenblick, in welchem er ſie zu finden hoffen durfte, um ſie vor der langen Trennung noch einmal an ſein bewegtes Herz zu drücken, ihre Ver⸗ ſicherungen ewiger Liebe und Treue entgegenzunehmen und ihr ſeine zärtlichen Gefühle kund zu thun, als einen der glücklichſten ſeines Lebens pries, war dieſer doch weit früher da, als ſeine mancherlei Verpflich⸗
tungen ihm Muße gönnten, wenn er ſich gegen Niemand


