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Meinung auch alle Hinderniſſe aus dem Wege räu⸗ men können, die ſich ihnen entgegenſtellten. Voll in⸗ nigen Vertrauens nahm ſie ſeine Betheuerungen ent⸗ gegen und ſchwelgte mit ihm in der Vorausſicht einer glücklichen, ungetrübten Zukunft.
Auf dieſe Weiſe ſchwanden die wenigen Abende, die der Graf noch in S. zu verbringen hatte, ſchnell dahin, jede neue Dämmerſtunde kettete ihn feſter an die Jungfrau, die ſein ganzes Fühlen und Empfinden in Anſpruch nahm. Der letzte Tag vor dem Ausrücken des Regiments aus der Garniſon war da, an dieſem Abend mußte Abſchied zwiſchen den Liebenden für lange Zeit, ach vielleicht für eine viel längere Dauer, wie ſie jetzt ermeſſen konnten, genommen werden.
Daß Anna an dieſem für ſie ſo verhängnißvollen Tage nicht mit der ihr ſonſt eigenen Freudigkeit in das Leben ſchaute, daß zuweilen ſich unwillkürlich eine Thräne des Abſchiedswehs über ihre Wangen ſchlich und ſie am liebſten allein in ihrem Stübchen weilte, iſt leicht er⸗ klärlich; ſie kannte das Gefühl freudiger Zuverſicht ja nur für die Dauer des Verweilens in der Nähe des Geliebten, und nun er weit fort von ihr ziehen wollte, ſchwand jede Stütze mit ihm, ſie hatte dann keinen Halt mehr, an den ſie ſich lehnen konnte, wenn die Unduld⸗ ſamkeit der Mutter ſich ihr gegenüber Bahn brechen
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