Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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ſeinem Thun genau unterrichtet ſein mußte; er durfte ihn daher nicht reizen, indem er Thatſachen beſtritt, die ihm jedenfalls von der Geliebten mitgetheilt waren, der er wie einem Gott vertraute. Mit der ihm eigenen Schlauheit ſpielte er ſogleich den zerknirſchten Sünder und begann:O mein edler, hochherziger Freund, ich habe mich ſchwer gegen Sie vergangen; nur die Leiden⸗ ſchaft, die mich bis zum Tode quälende Eiferſucht trieb mich dazu. Ich wußte Sie in der Nähe und wollte Sie zu einer unüberlegten Handlung reizen, nachdem ich vergeblich verſucht, das Fräulein Liewe für mich zu gewinnen. Sie ſehen, ich klage mich ſelber an, nun üben Sie auch Barmherzigkeit an mir.

Und was wollten Sie heute hier?

Wieder Schweigen.

Ich weiß auch das! Ein gefälſchter Brief ſollte in den Garten befördert werden. Und doch verlangen Sie Rettung von mir?

Herzer ſtöhnte leiſe vor ſich hin.

Doch Sie ſollen ſehen, daß ich Sie und Ihre An⸗ ſchläge verachte, ebenſo wie Ihren Helfershelfer, meinen würdigen Oheim; ich werde Sie befreien. Natürlich verſteht es ſich von ſelber, daß Sie noch heute um Ihren Abſchied einkommen! Wie? kreiſchte der Baron.