Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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daß er weder wiſſe, wie die Falle auf ſein Eigenthum gekommen ſei, noch wem ſie gehöre.

Wagner ſchüttelte verwundert den Kopf, er hielt die Verſicherungen ſämmtlich für Unwahrheiten und dachte bei ſich, der Gärtner gäbe ſie nur ab, weil er die Folgen ſeiner eigenmächtigen Handlung fürchte.

Seien Sie unbeſorgt ſuchte er ihn zu beruhigen, kein Menſch kann Ihnen etwas deshalb anhaben, weil Sie Ihr Eigenthum ſchützen.

Am meiſten zeterte Frau Liewe; ſie ſah in dem Vorfall einen ſchändlichen Anſchlag gegen ihren guten Ruf und drang in den Ehemann, unverzüglich der Polizei Anzeige zu machen.

Niemand war froher als Anna, nachdem ſie erfahren, daß der Gefangene entwiſcht ſei. Sie hätte durch wenige Worte alle Befürchtungen ihrer Aeltern zer⸗ ſtreuen können, aber ſie durfte ja nicht reden und be⸗ gnügte ſich zu ſagen:Vielleicht iſt der Baron von Herzer bei der Angelegenheit betheiligt und ich möchte wetten, daß er derjenige war, welcher in der Falle ſteckte; jedenfalls werdet Ihr nun nicht mehr bezweifeln, daß neulich doch ein Menſch im Garten war, als ich und meine Freundinnen dies behaupteten.

Von allerlei Muthmaßungen beunruhigt, beſchloſſen endlich die Gatten auf den Rath des Schmiedemeiſters

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Steffens, Standesvorurtheile. III.