ruhig abzuwarten, ob ihnen aus dem fatalen Vorfall irgendwie Unannehmlichkeiten erwüchſen.
Kaum hatte der Baron ſich nach der Entfernung Wagner's wieder allein befunden, als er ſich geſtand, daß nun Alles verloren ſei und er der ſchrecklichſten Stunde ſeines Lebens entgegen gehe, daß ihm nichts übrig bleibe, als ſein Leben zu enden, ſobald er nur erſt die Hände frei habe, um ein Mordinſtrument er⸗ greifen zu können. In wenig Minuten mußte die Gärtnerin, dieſes Weib, das er mehr fürchtete wie die meiſten Männer, vor ihm ſtehen, ihn in ſeiner tiefſten Erniedrigung ſehen; er malte ſich aus, mit welchem Hohn ſie über ihn herfallen werde. Und Anna! Er konnte nicht mehr denken, der Verſtand wollte ihm ſchwinden.
Doch horch! Da wurden aufs neue Schritte ver⸗ nehmbar. Vielleicht war dieſer Wanderer barmherziger als der vorige; noch hatte ihn Niemand erkannt, es war noch Rettung möglich.
Der Fußgänger kam näher.
„Heda, guter Freund, um des Himmelswillen helft mir und jeder Lohn, den Ihr verlangt, ſoll Euch wer⸗ den!“ klagte er mit zitternder Stimme.
„Wer ſeid Ihr und was wollt Ihr?“ entgegnete darauf der neue Ankömmling.


