Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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Geſpräch auf meinen Pfarrer, der für den nächſten Frühling vielerlei Samen gebrauche, nannte auch Ihren Namen und kam durch die Aeußerungen der Alten zu der Ueberzeugung, daß ihre Tochter ſeit Ihrer Abreiſe von S. einen heimlichen Gram im Herzen trage. Ich kannte ja Ihre Empfindungen für das Fräulein und machte Bemerkungen, welche die Frau Liewe aufklären mußten, daß die junge Dame auch Ihnen die Ruhe ge⸗ raubt habe; ſie wurde immer vertraulicher und genug der Reden, Sie ſind der größte Thor, den die Erde trägt, wenn Sie durch Ihre Blödigkeit ſich dieſe Perle rauben laſſen!

Was ſollte der Pfarrer von dieſen Mittheilungen denken? Unmöglich konnte er ahnen, welches verab⸗ ſcheuungswürdige Spiel der alte Graf mit ihm vor⸗ hatte; ohne Arg, wie er war, nahm er ſeine Worte für baare Münze, fühlte ſich beſchämt, daß er Anna ſo wenig Gefühl hatte zutrauen können, und faßte den Entſchluß, das Verſäumte nun ſo ſchnell als möglich nachzuholen.

Die Freude, welche ſein Herz bewegte, mochte ſich wohl in ſeinem Aeußern abſpiegeln; er hatte ja ſo lange getrauert und ſollte nun mit einem Male das größte Glück, das er für ſich erſehnt, erreichen; die

reinſte Wonne nahm von ſeinem Innern Beſitz, er