Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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Der junge Graf Sacco war eine dieſer kräftigen ſaturen. Er fühlte gewiß ſo tief und innig wie we⸗ nige ſeiner Nebenmenſchen, aber er liebte es nicht, einen Kummer allgemein zur Schau zu tragen; im Leiden genügte er ſich ſelber, und brachten ihn die Forderungen der menſchlichen Gemeinſchaft in die Nähe zufriedener und glücklicher Weſen, dann verſtand er es meiſterhaft, Herr über ſich ſelber zu werden und Nie⸗ mand zu zeigen, wie ganz andere Anſchauungen ihn beſeelten als ſie. Sein richtiger Takt zeigte ihm, daß nichts leichter anſteckt und Unbehagen bereitet als ein vom Trübſinn befangener Gefährte.

Freilich, als der Vater und der Oheim ihm ſo unerwartet genaht waren, da hatte er nicht gleich den ſorgloſen und lebensfrohen Ton anſchlagen können; das Weh, welches ſein ganzes ferneres Leben zu ver⸗ giften möglicherweiſe im Stande war, hatte ihn ja eben erſt ergriffen, er glaubte ja, daß an ſeinen heilig⸗ ſten und innigſten Gefühlen gefrevelt ſei, ein ruchloſes Spiel mit ſeinem Vertrauen und der heißeſten Liebe getrieben worden und zwar von einem Weſen, das er als den Inbegriff aller Tugend und Güte verehrt hatte. Dazu wußte er ſeine Ehre angegriffen durch den von ihm verachteten Baron, der ihm jetzt als glücklicher Nebenbuhler doppelt haſſenswerth erſchien⸗