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ſie ſich ſchnell abwandte. Es zog ſie jetzt nicht mehr ſo allgewaltig nach Hauſe, denn es war ihr ja nun bekannt, daß der Graf nicht in der Laube ihrer harren konnte; aber ſie vermochte auch nicht länger in der Nähe der lebensfrohen und übermüthigen Jugendgeſpie⸗ linnen zu bleiben, die Luſt und Freude ſuchten und keine Ahnung davon hatten, welch verzehrendes Weh in ihrem Buſen nagte und ſie mit unſaglichen Qualen erfüllte. Allein wollte ſie ſein, um ungeſtört ihrem Gram nachhängen und überdenken zu können, wie ſich fortan ihr Leben geſtalten werde, warum Sacco ab⸗ gereiſt war, trotzdem er ihren Brief erhalten hatte; denn daß dieſer pünktlich befördert worden, daran durfte ſie nicht zweifeln.* „Er hat dich aufgegeben!“ rief ſie ſich zu.„Er will ſich nicht überzeugen laſſen, daß ich ſchuldlos bin und ohne Grund von ihm angeklagt werde. O wie grauſam und mitleidslos die Männer ſind! Sein Wille geſchehe, ich muß mich fügen.“ Dabei war ihr Herz zum Brechen ſchwer und ihre Augen ſtanden voll Thränen. Sie hatte geliebt mit der ganzen Kraft eines ſchuld⸗ loſen jugendlichen Herzens; dieſe Liebe ſollte ſie aus ihrer Bruſt reißen, der Gegenſtand ihrer Verehrung gab ſelbſt die Veranlaſſung dazu— das konnte ſie nicht
verwinden. 2*


