Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

trotz der zunehmenden Dunkelheit erkannten und ihr zumutheten, ſie nach der Stadt zurückzubegleiten.

Anna entſchuldigte ſich damit, daß ſie keinen Augen⸗ blick Zeit habe, ſondern zu Hauſe von der Mutter er⸗ wartet werde.

Nur ein Stückchen komme mit, bat Minna Lenz, ich erzähle Dir auch etwas recht Intereſſantes.

Leider iſt es mir nicht möglich umzukehren führte Anna beharrlich an.

Du biſt ein rechter Eigenſinn! ſprach dagegen Minna.Nun höre ſetzte ſie flüſternd hinzu:Unſer Graf von geſtern früh iſt wieder geneſen und heute gegen Abend mit einem alten Herrn abgereift.

Abgereiſt, ſagte Anna tonlos.

Nun ja, oder verreiſt! Wollteſt Du ihn hier be⸗ halten?

Ich denke, als Soldat kann er nicht jeden Augen⸗ blick frei über ſeine Zeit verfügen.

Das weiß ich nicht, aber ich glaube, er als Graf wird wohl thun können, was er will.

Das möchte ich doch bezweifeln!

Nun, jedenfalls iſt er fort und wahrſcheinlich auf längere Zeit, denn ſein Diener brachte einen großen Koffer auf den Wagen.

Gute Nacht, ich muß gehen! rief Anna, indem