Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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Alles zu mir ſagte; jedenfalls hat er den Grafen irre geführt.

Dummes Zeug! Ein miſerabler Liebhaber, de ſich von ſolchem Wicht bereden läßt! Aber das iſt auch nicht wahr; dem jungen Herrn fällt es nicht ein, Dich ernſtlich zu lieben!

Anna konnte hiergegen nichts erwidern, wenn ſie die Mutter nicht aufs höchſte erzürnen wollte, und das durfte ſie ihres eigenen Heils wegen nicht. Schwei⸗ gend hing ſie das Köpfchen, indem allerlei Gedanken ſie beſtürmten.

Es bleibt Dir jetzt weiter nichts übrig, als den Burſchen zu vergeſſen, der Deiner ſo unwürdig iſt! Ich weiß, dies wird Dir ſchwer genug werden, aber das Bewußtſein, daß er die Liebe eines redlichen Mäd⸗ chens nicht verdient, muß Dich tröſten und aufrecht halten fuhr die Mutter fort.

Du ſagteſt, der junge Graf habe verächtlich von mir geſprochen? fragte Anna, der dieſe Behauptung, trotzdem daß ſie wußte, was ihren Geliebten bewog, unvortheilhaft über ſie zu denken, wehe that.

Sein eigener Vater ſagte mir, er habe erklärt, daß er Dich jetzt verachte, obgleich er Dich bisher über Alles geliebt!

Mein Gott, mein Gott! ſchluchzte die junge Dame.