Erſ cheinung.“
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als ſie gewahrte, daß die Fenſter der Saccoſchen Woh⸗ nung ſämmtlich durch weiße Rouleaux geſchützt waren. Doch ſie mußte ſich bezwingen und zu einer Liſt Zu⸗ flucht nehmen, ſo ſchwer ihr dies auch wurde.
„Sieh nur“ ſprach ſie,„da wohnt gewiß ein rechter Langſchläfer, der den Vormittag verträumt.“ Dabei deutete ſie auf die herabgelaſſenen Vorhänge.
„Es iſt das Logis des Grafen Sacco, Deines treuen Begleiters beim Schützenfeſt! Du kennſt ihn doch noch? Gewiß hat er wieder einmal geſchwärmt; dieſe Herren machen häufig den Tag zur Nacht und die Nacht zum Tage!“ entgegnete Fräulein Lenz.
Anna antwortete nicht, ſie war zu jeder Erwide⸗ rung unfähig.
Gleichgültige Dinge wurden nun von den Damen verhandelt. Minna machte der Freundin Vorwürfe, daß ſie in letzter Zeit ſie gar nicht mehr beſucht habe, und Anna ſuchte ſich zu entſchuldigen, indem ſie anführte, daß die Arbeit ihre ganze Zeit in Anſpruch nehme.
„Sieh“ rief plötzlich Fräulein Lenz,„da geht eben ein Militärarzt in das Haus; ich beſinne mich, ihn heute ſchon einmal dort in der Thür geſehen zu haben;
vielleicht iſt der hübſche Unteroffizier erkrankt; das ſollte mir herzlich leid thun, er iſt eine ſo elegante
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