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meiſter an der Spitze. Der erſte Zug, geführt von dem Lieutenant von Hohenſtein, ſchwenkte um die Ecke, auch ein zweiter, den ein blutjunger Offizier führte, entſchwand ihren Augen, nun kam der dritte, an deſſen Spitze ſonſt der Graf Sacco nie fehlte.
Anna ſah und prüfte; aber den Platz des Geliebten füllte diesmal ein Fähnrich aus, er befand ſich nicht unter den Soldaten.
Dieſe Wahrnehmung machte ihren Kummer voll⸗ ſtändig, die ärgſten Befürchtungen drängten ſich ihr auf, dem Grafen war nach ihrer Meinung jedenfalls ein Unglück zugeſtoßen.
Nun konnte ſie ihren qualvollen Zuſtand nicht länger verbergen; ſie ſagte der Mutter, der ihre Unruhe nicht entging, daß ſie ſich leidend fühle, und wurde von dieſer bewogen, einen Spaziergang zu unternehmen.
In ihrer Angſt um den Geliebten floh ſie zu einer Freundin, deren Aeltern dem Freiwilligen ſchräg gegen⸗ über wohnten. Hier hoffte ſie Auskunft über den letz- tern zu erhalten.
Minna Lenz war ein freundliches Kind und hing mit vieler Liebe an der Jugendgeſpielin. Heiter und ſorglos kam ſie ihr entgegen und führte ſie in ihr Zimmer, von wo aus ſie die Straße überſehen konnte.
Anna pochte das Herz, als wolle es zerſpringen,


