Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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iſt ein ganz guter Menſch, aber etwas leichtſinnig und wankelmüthig, namentlich ſollte er noch nicht ans Hei⸗ rathen denken.

I du mein Gott, Herr Graf, wir ſind in jungen Jahren alle nicht gleich ſo verſtändig geweſen wie jetzt, und was das Heirathen anbetrifft, ſo ſagt ein altes Sprichwort: Jung gefreit hat Niemand gereut! fiel die Gärtnerin lebhaft ein.

Dem Grafen wurde immer beklommener zu Muthe. Er hätte die Regelung der böſen Angelegenheit am liebſten ſeinem weit energiſchern Bruder überlaſſen, aber dieſer machte keine Miene, ihn zu unterſtützen, ſah ihn vielmehr nur von Zeit zu Zeit herausfordernd an. Es thut mir von Herzen leid, daß der junge Menſch den Frieden Ihres Hauſes auch nur für einen Augen⸗ blick ſtören konnte! führte er entſchuldigend an.

D machen Sie ſich durchaus kein Gewiſſen, er iſt doch ein braver Mann und ein hübſcher Soldat! Wie ſchnell er Wort gehalten hat! Sagte gleich, er wolle die Seinen ſchon bewegen, ſeine Liebe zu billigen. Na, es wird ein hübſches Paar werden; meinen Sie nicht auch, Herr Graf? nahm die Gärtnerin von neuem das Wort.

Aber, verehrte Frau, wo denken Sie hin?

Wie ſprechen Sie? Habe ich mich etwa geirrt? Sind Sie nicht hier erſchienen, um mir zu ſagen, daß