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möglich konnte dieſe Frau, die ſo rechtſchaffen und ehrlich erſchien, eine leichtfertige Tochter erzogen haben und dieſe für das beſte Weſen halten. Sein Bruder riß ihn aus dieſen Betrachtungen.
„Man ſagt, der Baron won Herzer habe ſich viel um das Fräulein bemüht“ führte er an.
„Nur in den erſten Tagen, während er hier wohnte; da aber meine Tochter ihm zeigte, daß er ihr höchſt läſtig ſei und ich ihm eine Erklärung machte, die er nicht mißverſtehen konnte, ließ er ſie gänzlich in Ruhe bis zum vorgeſtrigen Abend, wo er ihr im Garten auflauerte und ſie zwingen wollte, ihm ihre Liebe zu geſtehen, überhaupt ſich ſo pöbelhaft benahm, daß wir uns genöthigt ſahen, ihn ſofort aus der Wohnung zu weiſen.“
„Und ging er denn gleich ſo gutwillig?“
„Nur unter dieſer Bedingung verſchonten wir ihn mit einer Anklage vor dem Regimentscommando.“
„Weiß mein Sohn um dieſe Angelegenheit?“
„Unmöglich; wir haben darüber nicht geſprochen und der Baron wird ſich hüten, ſeine Schande zu verkünden.“
„Aber er könnte den Sachverhalt verdrehen.“ „Jedermann kennt uns als rechtſchaffene Leute, eine Verleumdung würde auf ihn allein zurückfallen. Auch
weiß er, daß, wenn er ein übles Wort über meine 12*


