Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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dafür anzugeben vermochte; aber über das Zerwürfniß zwiſchen Anna Liewe und dem jungen Grafen wollte er nicht das Mindeſte wiſſen. Dies ſchien dem zum Miß⸗ trauen nur zu ſehr geneigten Herrn höchſt bedenklich. Seine Zwecke ſind uns ja bekannt, und um dieſe zu erreichen, war es zunächſt erforderlich, daß er die Lie⸗ we'ſche Familie möglichſt in den Augen des Bruders verdächtigte.

Denke Dir rief er ihm zu,Herzer hat Hals über Kopf ſein Quartier verlaſſen müſſen; er machte allerlei Ausflüchte, als ich ihn darum befragte. Ueber die An⸗ gelegenheit zwiſchen der Tochter ſeines ehemaligen Wirths und Deinem Sohn ſprach er kein Wort. Es iſt nicht anders, der Herr Lieutenant iſt zu weit gegangen und die klugen Aeltern des Mädchens haben ihm die Thür gewieſen, damit Julius nicht mehr Verdacht ſchöpft und ſich ebenfalls zurückzieht.

Ich begreife das Alles noch nicht! entgegnete der gutmüthige Vater.

Aber Du willſt doch Deinen Sohn vor jeder Ver⸗ einigung mit der Gärtnerstochter bewahren?

Ich glaube dies, wie die Sachen einmal ſtehen, vor meinem Gewiſſen verantworten zu können.

Das denke ich auch! Nimmermehr kannſt Du eine Tochter, deren Ruf gelitten hat, in Deinem Hauſe dulden.