Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Um ſie bemühen? Ich will ſie verachten, ſonſt wäre ich der Verachtung werth!

Armer Sohn, gewiß haſt Du viel gelitten. Doch ich danke Gott, daß es ſo gekommen iſt und Du Dich zu faſſen vermagſt. Verwinde in Ruhe Deinen Schmerz, und wenn Du wieder froh und unbefangen in das Leben ſchauen kannſt, werde ich Dir eine Lebensge⸗ fährtin in Vorſchlag bringen, die Deiner in jeder Be⸗ ziehung würdig iſt.

Nie, das betheuere ich Dir, wird die Liebe wieder einen Einfluß auf mich ausüben; mein Vertrauen zu den Frauen iſt geſchwunden, deshalb werde ich ſie alle ewig fliehen.

Sie ſind nicht ſämmtlich ſchlecht!

Können die vollkommenſten und herrlichſten Ge⸗ ſchöpfe unter ihnen wie Teufel handeln, dann mag ich die minder bevorzugten gar nicht kennen lernen.

Wir wollen darüber nicht rechten; der Menſch iſt ebenſo veränderlich in ſeinen Anſichten wie das April⸗ wetter. Laſſe erſt ein Jahr verſtreichen, dann ſprechen wir vielleicht wieder einmal über den beregten Gegen⸗ ſtand.

Die beiden alten Herren hielten ſich beinahe bis Mitternacht in der Wohnung des Sohnes und Neffen auf; Julius verließ ſein Lager und zeigte dadurch, daß