Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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Baron vor. Wer weiß übrigens, von wie vielen Herren ſie ſich noch die Cour machen läßt!

O laſſe mich, Du machſt mich raſend! bat Julius mit zitternder Stimme.

Glaubſt Du etwa, daß ich Dir Schmerzen bereiten will durch meine Vorhaltungen? Was ich Dir ſage, ſind nur Schlüſſe, die ich aus Deinem Aeußern und Deinen frühern Anführungen ziehe. Aber ich will jetzt Deine Meinung erfahren, ich will wiſſen, ob Du mir endlich beiſtimmſt, daß es unrecht iſt, ſich an ein un⸗ dankbares, niedriges Geſchöpf zu binden. Es weiß nun und nimmermehr die Gnade zu würdigen, die ihm widerfährt!

So verſchone mich doch mit dergleichen Vor⸗ haltungen, ich kann ſie wahrhaftig nicht ertragen! ver⸗ ſetzte Julius.

Alſo Du liebſt ein bürgerliches Mädchen, mein Sohn, das ſich, wie ich höre, Deiner unwürdig gezeigt hat? fiel nun der Vater im Ton der Sorge und Be⸗ trübniß ein.

Ich habe geliebt, mein Vater, es iſt Alles aus! erwiderte Julius traurig.

Du gibſt mir alſo das Verſprechen, daß Du Dich faſſen und Dich nicht weiter um die Dame bemühen willſt, die bisher Dein Herz beſeſſen hat?