Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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167 ändert, daß es ſchien, als habe er lange Jahre unend⸗ lich gelitten.

Julius ſchien erfreut, als er den Vater erblickte; aufs herzlichſte erwiderte er deſſen innige Begrüßung und auch gegen den Oheim benahm er ſich mit ver⸗ wandtſchaftlicher Wärme.

Seid ganz ruhig über meine Krankheit, ſprach er, indem ein eigenthümliches Lächeln ſeine Lippen um⸗ ſpielte.Sie war nichts weiter als ein geringes Schnupfenfieber infolge von Erkältung und gänzlicher Erſchlaffung des Körpers. Ihr ſeht, ich bin ſchon wie⸗ der ziemlich wohl, und glaubt mir, hätte ein gewöhn⸗ licher Soldat den kleinen Anfall gehabt, Niemand wäre es eingefallen, ſich darum zu kümmern. Doch mein Arzt weiß, daß ich ſeine Gänge gut belohne, deshalb muß ich bei jeder Unpäßlichkeit für einen Todescandi⸗ taten gelten!

Aber Du ſiehſt entſetzlich bleich aus, Dein Auge blickt trübe und theilnahmlos um ſich und auch die Sprache iſt nicht ſo markig wie ſonſt! erwiderte der Vater, wenig beruhigt.

Das iſt die Folge eines ſchweren Verraths, den ich erlitten habe und der mich ſolange ich lebe, kränken wird. Ich habe das Vertrauen zur ganzen Menſchheit eingebüßt! entgegnete der Freiwillige in düſterem Ton.